Moving Average Convergence Divergence (MACD)
Differenz zweier EMAs plus Signallinie. Zeigt Momentum-Wechsel mit Verzögerung.
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MARKET_PROVIDER.Was der Indikator misst
Der MACD ist die Differenz aus 12er- und 26er-EMA. Die Signallinie ist der 9er-EMA dieser Differenz, das Histogramm der Abstand zwischen beiden.
Das Histogramm ist der eigentlich nützliche Teil: Es zeigt, ob das Momentum zu- oder abnimmt – oft bevor die Linien kreuzen.
Weil der MACD auf zwei geglätteten Durchschnitten basiert, ist er doppelt verzögert. Als Einstiegssignal ist er fast immer zu spät; als Bestätigung ist er brauchbar.
Berechnung
MACD = EMA(12) − EMA(26); Signal = EMA(9) des MACD; Histogramm = MACD − Signal
Sinnvolle Einstellungen
| Einsatz | Periode | Hinweis |
|---|---|---|
| Standard | 12 / 26 / 9 | – |
| Schneller | 8 / 17 / 9 | Intraday, mehr Signale |
| Langsamer | 19 / 39 / 9 | Wochenchart |
So setzt du ihn ein
- Nulllinie als Trendfilter: MACD über Null = Aufwärtsmomentum.
- Histogramm-Wende als Frühwarnung vor dem Linienkreuz.
- Divergenzen zwischen Kurs und MACD wie beim RSI auswerten.
Wann dieser Indikator versagt
- In Seitwärtsmärkten: Linien kreuzen permanent, das Histogramm flackert.
- Bei starker Volatilität: die Glättung hinkt so weit nach, dass das Signal wertlos ist.
- Auf sehr kleinen Zeitrahmen (1 Min.): zu träge für die Haltedauer.
MACD: häufige Fragen
Ist der MACD ein Frühindikator?
Nein. Er basiert auf gleitenden Durchschnitten und ist damit per Konstruktion nachlaufend. Wer ihn als Frühindikator benutzt, kommt systematisch zu spät.
MACD oder RSI?
Sie messen Unterschiedliches: der RSI die relative Stärke in einem festen Fenster, der MACD die Differenz zweier Trendlinien. Beide gleichzeitig zu nutzen bringt wenig – sie sind hoch korreliert. Nimm einen und lerne ihn richtig.