Watchlist
29 Instrumente für Marktumfeld und Swingtrading – kein Vollsortiment. Jeder Eintrag steht für etwas; weiter unten steht, wofür.
Was hier bewusst nicht steht: die Titel aus meinem Momentum-Handel. Low-Float-Small-Caps lassen sich nicht auf eine feste Liste setzen – sie sind heute unter den stärksten Gewinnern des Marktes und übermorgen wieder bei ihrem normalen Volumen. Die findet man jeden Morgen neu mit dem Screener, nicht auf einer Watchlist.
Chart von TradingView
Aktuelle Kurse der beobachteten Instrumente – bereitgestellt von TradingView, mit eigenen Kursdaten.
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Warum so wenige – und warum genau diese
Indizes: die Richtung
DAX, S&P 500, Nasdaq 100, Dow. Kein Einzelwert wird gegen seinen Index gehandelt, ohne dass man weiß, dass man es tut. Der VIX steht dabei, weil er misst, wie teuer Absicherung gerade ist – das ist die ehrlichste Angstanzeige, die es gibt.
Aktien: Charakter statt Vollständigkeit
Eine Handvoll US-Titel mit hohem Volumen und klarem Verhalten, dazu deutsche Standardwerte. Entscheidend ist nicht, dass die Namen bekannt sind, sondern dass sie sich unterschiedlich verhalten: Ein ruhiger Versicherer und ein Titel, der an schlechten Tagen zehn Prozent macht, verlangen völlig verschiedene Positionsgrößen. Genau das lässt sich daran zeigen.
Rohstoffe und Devisen: das Gegengewicht
Gold, Öl, Erdgas, EUR/USD. Sie laufen oft nicht mit den Aktien – und wer nur Aktien ansieht, hält Marktbewegungen für Weltereignisse. Für den Tageshandel sind die Devisenpaare außerdem das sauberste Übungsfeld: durchgehend handelbar, enge Spreads, keine Quartalszahlen, die über Nacht alles umwerfen.
Krypto: bewusst klein gehalten
Bitcoin und Ethereum, mehr nicht. Nicht aus Ablehnung, sondern weil der Rest dieses Marktes Anfängern schneller das Konto leert als jedes andere Instrument. Wer hier Positionsgrößen nicht im Griff hat, merkt es am Wochenende – wenn kein Stop greift, weil kein Handel stattfindet.
Und was hier fehlt: die schnellen Titel
Mein Schwerpunkt sind Small Caps mit sehr kleinem Streubesitz. Die stehen aus einem einfachen Grund nicht auf dieser Liste: Eine Aktie, die heute das Fünfzehnfache ihres normalen Volumens handelt, ist in zwei Wochen wieder ein Titel, den niemand anschaut. Eine feste Liste wäre dort das falsche Werkzeug – man sucht sie jeden Morgen neu, nach Kriterien statt nach Namen. Welche Kriterien das sind, steht unter Momentum Trading.
Jeder Titel ist im Chart anzusehen. Welcher Handelsstil zu welchem Instrument passt, steht dort.
Kursquelle: TradingView. Je nach Börse in Echtzeit oder verzögert. Diese Liste ist eine Arbeitsgrundlage für das Coaching und keine Empfehlung, diese Titel zu kaufen oder zu verkaufen. Keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung. Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Totalverlust führen.
Häufige Fragen
Was ist eine Watchlist und wozu brauche ich eine?
Eine feste Liste von Titeln, die du regelmäßig ansiehst – jeden Tag dieselben. Der Sinn ist nicht, nichts zu verpassen, sondern das Gegenteil: Du lernst das normale Verhalten weniger Instrumente so gut kennen, dass dir auffällt, wenn eines sich anders verhält als sonst. Diese Vertrautheit ist der eigentliche Vorteil, und sie entsteht nur durch Wiederholung.
Wie viele Titel gehören auf eine Watchlist?
Am Anfang drei bis fünf. Nicht fünfzig. Wer fünfzig Titel beobachtet, beobachtet keinen einzigen – er überfliegt. Fünf Instrumente, die du nach drei Monaten im Schlaf kennst, schlagen fünfzig, bei denen du jedes Mal von vorn anfängst. Erweitern kannst du immer noch; die Richtung, in die fast alle scheitern, ist die andere.
Warum stehen hier so wenige Titel?
Weil es eine Arbeitsliste ist und kein Vollsortiment. Jeder Eintrag steht für etwas: ein Index für die Marktrichtung, ein paar liquide Einzelwerte mit klarem Charakter, Gold und Öl als Gegengewicht zu Aktien, zwei Devisenpaare für den Tageshandel. Wer eine Liste mit 500 Positionen will, findet sie bei jedem Broker. Nützlich ist sie nicht.
Soll ich genau diese Titel handeln?
Nein. Das hier sind die Instrumente, an denen sich Dinge gut erklären lassen und über die im Coaching gesprochen wird – keine Empfehlung, keine Auswahl für dein Depot. Deine eigene Liste hängt an deinem Zeitbudget, deinem Konto und deinem Handelsstil. Zu welchem Stil welche Instrumente passen, steht unter Handelsstile.
Wie oft sollte ich meine Watchlist ändern?
Selten. Eine Liste, die wöchentlich wechselt, ist keine Watchlist, sondern eine Sammlung von Dingen, die gerade in den Nachrichten waren. Setz dir einen festen Rhythmus – einmal im Quartal – und begründe jede Änderung schriftlich. Wenn dir die Begründung schwerfällt, ist es keine Änderung, sondern Langeweile.