Werkzeuge · in Vorbereitung
Rinasce Order Desk – Teilziele, die deinen Stop nicht löschen
Ein Programm für deinen Rechner, das sich mit der Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers verbindet. Es kann, was die TWS so nicht kann: eine Position in bis zu drei Teilziele aufteilen, ohne dass ein erreichtes Ziel den Stop für den Rest mitnimmt. Danach liegen die Orders bei Interactive Brokers – nicht bei mir und nicht im Programm.
Stand: Version 0.8, Demokonto. Der Order Desk verbindet sich bisher nur mit Demokonten (Paper Trading). Live-Handel schalte ich erst frei, wenn alle Pflichttests im Demokonto bestanden sind.
Das Problem mit der Bracket-Order
Wer einen Teil der Position am ersten Ziel verkauft und den Rest laufen lässt, braucht für den Rest weiter einen Stop. In der TWS hängen alle Kind-Orders eines Einstiegs aber in einer gemeinsamen Gruppe: Wird das erste Ziel ausgeführt, verschwindet der Stop für die restlichen Aktien mit. Im Demokonto nachgewiesen – und genau dann stehst du ohne Absicherung da, wenn der Trade gut läuft.
Der Order Desk gibt deshalb jedem Teil einen eigenen Einstieg mit eigenem Stop. Ein erreichtes Ziel betrifft nur seinen Teil.
Das kann die TWS so nicht
- Teilziele ohne Stop-Verlust. Bis zu drei Take-Profits. Der Order Desk teilt die Position in getrennte Brackets – jeder Teil mit eigenem Einstieg, eigenem Stop und eigenem Ziel. Wird TP1 ausgeführt, betrifft das nur seinen Teil: Der Stop für die restlichen Aktien bleibt stehen.
- Stop automatisch nachziehen. Erreicht der Kurs TP1, setzt Interactive Brokers alle verbleibenden Stops auf deinen neuen Preis – zum Beispiel per Klick auf „Break-even“ auf deinen Einstieg.
- Risiko-Rechner. Du gibst ein, wie viel du höchstens riskieren willst. Aus dem Abstand zwischen Einstieg und Stop rechnet der Order Desk die passende Stückzahl.
- Klartext vor jedem Senden. Vor jeder Order steht in einfachen Worten, was genau an Interactive Brokers geht: Einstieg, jedes Ziel mit seinem Stop, Rest-Stop und Nachzieh-Regel.
- Übersicht mit Rollen. Bei den offenen Orders siehst du sofort, welcher Stop zu welchem Ziel gehört (Einstieg 1, TP 1, Stop 1, Einstieg Rest, Stop Rest). Dieselbe Kennzeichnung steht in der TWS als Order-Referenz.
- Rückmeldung von Interactive Brokers. Nach dem Senden siehst du, ob die Order angenommen oder abgelehnt wurde – mit Grund. Kommt keine Antwort, sagt der Order Desk es dir.
Läuft auch ohne das Programm
Alles liegt auf dem Server von Interactive Brokers.
- Einmal gesendet, sicher hinterlegt. Einstieg, Ziele, Stops, Trailing Stops und das Nachziehen bei TP1 liegen bei Interactive Brokers auf dem Server. Du kannst den Order Desk, die TWS und deinen Rechner ausschalten – die Orders bleiben aktiv.
- Stops gelten bis auf Widerruf. Stops und Ziele verfallen nicht am Abend, sondern bleiben über Nacht und über mehrere Tage bestehen (GTC).
Was der Order Desk für dich prüft
Fehler werden abgefangen, bevor sie Geld kosten.
- Einstieg und Stop als ein Paket. Mit Stop gehen alle Teile der Order als ein Paket hinaus: Der Einstieg wird erst aktiv, wenn auch die Stops bei Interactive Brokers angekommen sind. Ohne Stop geht die Order ohne Absicherung hinaus – das zeigt dir die Bestätigung deutlich an.
- Plausibilität. Stop auf der richtigen Seite des Einstiegs, Ziele jenseits des Einstiegs, Teilziele nicht größer als die Position, Ziel nur mit Stop, Stop-Limit-Preise in sinnvoller Richtung.
- Preisraster. Preise werden automatisch auf das erlaubte Tick-Raster gerundet – sonst lehnt Interactive Brokers die Order ab.
- Schutz vor Tippfehlern. Obergrenzen für Stückzahl und Orderwert je Order, damit aus 4 nicht versehentlich 40 werden. Liegt dein Einstieg weit vom aktuellen Kurs entfernt, warnt dich der Order Desk vor dem Senden.
- Warnung Vor- und Nachbörse. Setzt du einen Stop außerhalb der regulären US-Handelszeit, weist dich der Order Desk darauf hin, dass er dort nicht auslöst.
- Protokoll. Jede gesendete Order wird mit allen Details in einer Datei auf deinem Rechner protokolliert – nachvollziehbar, auch Wochen später.
Alle Standard-Ordertypen
- Einstieg. Market, Limit, Stop, Stop-Limit, Market-if-Touched, Limit-if-Touched, Trailing Stop, Trailing Stop-Limit, Market-on-Close, Limit-on-Close
- Stop-Loss. Stop, Stop-Limit, Trailing Stop, Trailing Stop-Limit
- Gültigkeit. Tag (DAY), bis auf Widerruf (GTC), sofort oder stornieren (IOC) – auf Wunsch auch außerhalb der regulären Handelszeit
Grenzen – ehrlich statt Kleingedrucktes
- Stops nur in der regulären Handelszeit. Stop-Orders lösen bei Interactive Brokers nur zwischen 9:30 und 16:00 Uhr New Yorker Zeit aus. In Vor- und Nachbörse schützt dich ein Stop nicht.
- Kurslücken und Handelsstopps. Ein normaler Stop wird beim Erreichen zur Market-Order. Bei Kurslücken oder Handelsstopps – häufig bei Small Caps – kann die Ausführung deutlich unter dem Stop liegen. Ein Stop-Limit begrenzt den Preis, wird dann aber womöglich gar nicht ausgeführt. Der Risiko-Rechner kann beides nicht einrechnen.
- Nachziehen reagiert auf den Kurs. Der Stop wird nachgezogen, sobald der Kurs TP1 berührt – auch wenn deine TP1-Order in dem Moment noch nicht ausgeführt ist. Auf dem Server ist genau ein Nachzieh-Schritt möglich.
- Mehrere Teilziele sind mehrere Orders. Jeder Teil geht als eigenes Bracket mit eigenem Einstieg hinaus. Je ausgeführter Order fällt mindestens die Mindestprovision an – bei zwei Teilzielen und Rest also bis zu dreimal. Bei einem Limit-Einstieg können die Teile zu verschiedenen Zeitpunkten oder nur teilweise ausgeführt werden.
- US-Feiertage. Die Warnung zur Handelszeit kennt keine US-Feiertage.
- Nur Aktien. Optionen, Futures und Devisen sind nicht enthalten – dafür nutzt du weiter die TWS.
- Kein Ersatz für dein Risikomanagement. Der Order Desk führt aus, was du eingibst. Er gibt keine Signale und ist keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was ist der Rinasce Order Desk?
Ein Programm für deinen Rechner, das sich mit der Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers verbindet. Es gibt Orders so ein, wie die TWS es nicht kann – vor allem Teilziele, bei denen ein erreichtes Ziel den Stop für den Rest nicht mitlöscht.
Gehen meine Orders über deinen Server?
Nein. Der Order Desk läuft auf deinem Rechner und verbindet sich nur mit deiner TWS auf demselben Rechner. Von dort gehen die Orders an Interactive Brokers. Dein Konto und deine Orders sehe ich nicht.
Was passiert, wenn mein Rechner abstürzt?
Mit deinen Orders nichts: Einstieg, Ziele, Stops und das Nachziehen bei TP1 liegen bei Interactive Brokers auf dem Server, nicht im Programm.
Kann ich damit schon live handeln?
Noch nicht. Die aktuelle Version verbindet sich ausschließlich mit Demokonten (Paper Trading) von Interactive Brokers. Live-Handel kommt erst, wenn alle Pflichttests im Demokonto bestanden sind – Teilausführungen, Stops über Nacht, das Nachziehen bei TP1.
Handelt der Order Desk für mich?
Nein. Er gibt keine Signale und trifft keine Entscheidungen. Er führt aus, was du eingibst – einschließlich der Regel, den Stop bei TP1 nachzuziehen, die du selbst festlegst.
Was brauche ich dafür?
Ein Konto bei Interactive Brokers, die TWS mit freigegebener Programmierschnittstelle (API) und einen Mac (Apple-Chip ab macOS 14, Intel ab macOS 13) oder einen Windows-Rechner.
Was kostet der Order Desk?
Das steht fest, sobald er buchbar ist. Wer sich unten einträgt, erfährt es zuerst.
Rinasce Order Desk: Interesse anmelden
Der Order Desk ist in Vorbereitung und läuft bisher im Demokonto. Trag dich ein, dann erfährst du zuerst, wann er für den Live-Handel freigegeben und buchbar ist – und was er kostet.
Der Rinasce Order Desk ist ein unabhängiges Werkzeug der Potenco Services LTD – kein Produkt von Interactive Brokers und nicht mit Interactive Brokers verbunden. „Interactive Brokers“, „IBKR“ und „Trader Workstation (TWS)“ sind Marken der Interactive Brokers LLC.
Keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung. Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Totalverlust führen.